Wenn Servicewissen im entscheidenden Moment fehlt, wird aus einer technischen Frage schnell ein organisatorisches Problem: Serviceteams suchen in mehreren Systemen, stimmen Informationen manuell ab, fragen erfahrene Kolleginnen und Kollegen an oder arbeiten mit unvollständigem Kontext. Das kostet Zeit – und erschwert es, interne Serviceorganisationen und externe Servicepartner verlässlich zu unterstützen.
Genau an diesem Punkt setzt Reflex Know an. Reflex Winkelmann entwickelt erklärungsintensive Systeme für Heizungs- und Versorgungstechnik, die über lange Produktlebenszyklen betreut werden müssen. Für den Service reicht es deshalb nicht, Informationen nur zentral abzulegen. Entscheidend ist, technisches Wissen, Produktdaten, Serviceerfahrung, Ersatzteilinformationen und Shop-Kontext so zusammenzuführen, dass sie im konkreten Arbeitsprozess nutzbar werden.
Servicewissen muss dort wirken, wo Entscheidungen getroffen werden
Ein Servicefall entsteht selten entlang der Struktur eines einzelnen Systems. Eine Anfrage kann beim Produkt starten, über Fehlermeldungen oder Problembeschreibungen zu einer Lösungsbeschreibung führen, technische Daten und Ersatzteile betreffen und am Ende auch Shop-Kontext benötigen. Wenn diese Informationen fachlich zusammengehören, aber systemtechnisch getrennt bleiben, entstehen Medienbrüche: Die Suche dauert länger, Zusammenhänge müssen rekonstruiert werden und wertvolles Erfahrungswissen bleibt abhängig von einzelnen Personen.
Für Reflex Winkelmann war deshalb nicht die Menge der Informationen der entscheidende Hebel, sondern ihr Zusammenhang. Serviceorganisation und externe Partner sollen schneller von einer konkreten Frage zu belastbarem, kontextbezogenem Wissen gelangen – ohne jedes Mal selbst herausfinden zu müssen, welche Quelle gerade relevant ist.
Reflex Know: Eine zentrale Wissensbasis für den Service
Gemeinsam mit T3 entstand Reflex Know als zentrale, semantisch durchsuchbare Wissensbasis für den Service. T3 hat die Systemeinführung mit einem strukturierten Vorgehensmodell von der Analyse bis zur Implementierung begleitet und praktisch umgesetzt: fachliche Anforderungen wurden aufgenommen und priorisiert, relevante Datenquellen und Inhalte betrachtet, das Wissensmodell erarbeitet, Systeme konfiguriert, Integrationen und Schnittstellen definiert und der Rollout für Servicemitarbeitende und externe Servicepartner gesteuert.
So ist mit Reflex Know eine produktive Wissensinfrastruktur für den Service entstanden, die über die reine Content-Bereitstellung weit hinaus geht. Empolis Industrial Knowledge liefert dafür die technologische Basis. T3 übersetzt diese Basis in Informationsarchitektur, Knowledge Engineering, Daten- und Content-Integration sowie einen nutzbaren Arbeitskontext für Reflex Winkelmann.
„Die Zusammenarbeit mit T3 war für uns ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bei Reflex Know ging es nicht nur um die Einführung einer Plattform, sondern darum, Servicewissen im Arbeitsprozess nutzbar zu machen. T3 hat unsere fachlichen Anforderungen schnell verstanden, den Weg von der Analyse bis zur Implementierung klar strukturiert und die Lösung gemeinsam mit uns zielgerichtet umgesetzt – inklusive der Abstimmung zwischen Fachbereichen, IT und externen Partnern.“
Johanna Jürgens, Digital Excellence Specialist, Reflex Winkelmann GmbH
Technische Daten, Ersatzteile und Shop-Kontext zusammendenken
Der zentrale Hebel im Projekt ist die semantische Verknüpfung von Informationen. Content, technische Daten, Artikelnummern, Produktbilder, Ersatzteilinformationen und Shop-Kontext werden nicht isoliert betrachtet, sondern über ihre fachlichen Beziehungen verbunden.
Im Hintergrund entsteht daraus ein Knowledge Graph. Für Anwenderinnen und Anwender wird der Nutzen vor allem im Knowledge Panel sichtbar: Zu einem Produkt lassen sich zusammengehörige Informationen in einem gemeinsamen Kontext anzeigen – etwa technische Daten, passende Ersatzteilinformationen und relevante Shop-Bezüge. Der Service erhält damit nicht nur eine Trefferliste, sondern einen strukturierten Einstieg in zusammengehörige Informationen, die für den nächsten Arbeitsschritt relevant sind.
Genau hier zeigt sich der praktische Nutzen eines AI-ready Service Knowledge Hub: Wenn Informationen bereits fachlich modelliert, miteinander verknüpft und im Nutzungskontext bereitgestellt werden, können Serviceteams schneller entscheiden, welche Information zur konkreten Situation passt. Gleichzeitig entsteht eine belastbare Grundlage für KI-Anwendungen, weil diese nicht auf ungeordnete Dokumentensammlungen zugreifen müssen, sondern auf strukturierte, gepflegte und kontextualisierte Wissensbestände.
Von der Wissensbasis zum gelebten Wissensmanagement
Die erste Projektstufe umfasst den Aufbau und Rollout von Reflex Know als zentralem Zugangspunkt für Servicemitarbeitende und externe Servicepartner: Quellsysteme und Inhalte werden angebunden, relevante Informationen in einer Knowledge Base zusammengeführt, semantisch erschlossen und im Servicekontext auffindbar gemacht.
Der nächste Schritt liegt in der Weiterentwicklung des organisatorischen Wissensmanagements. Dazu gehören Prozesse und Verantwortlichkeiten für die laufende Erhebung, Digitalisierung, Qualitätssicherung und Pflege von Expertenwissen. Weitere Quellsysteme können schrittweise angebunden werden, damit Reflex Know wächst, aktuell bleibt und zusätzliche Nutzungsszenarien unterstützt.
Ein GenAI-Assistant kann auf dieser Grundlage gezielter unterstützen: nicht als isolierter Chatbot, sondern als Anwendung, die auf vernetztes und gepflegtes Servicewissen zugreift. AI-ready ist damit kein einzelnes Feature, sondern das Ergebnis aus Wissensinfrastruktur, Governance, Pflegeprozessen und sinnvoller technischer Unterstützung durch Empolis Industrial Knowledge.
Live vor Ort: Empolis Exchange AI Days 2026
- wie Serviceorganisationen verteiltes Wissen so strukturieren können, dass es im Arbeitsprozess nutzbar wird,
- welche Schritte von der Analyse über Wissensmodell und Datenintegration bis zum produktiven Rollout entscheidend sind,
- wie technische Daten, Ersatzteilinformationen und Shop-Kontext in einem Knowledge Graph zusammenfinden,
- wie das Knowledge Panel Zusammenhänge für Servicemitarbeitende und externe Partner sichtbar macht,
- warum Wissensmanagement als organisatorischer Prozess gedacht werden muss – und wie Empolis Industrial Knowledge diesen Prozess mit semantischer Suche, Knowledge Graph, Knowledge Panel, KI-Funktionen und weiteren Features unterstützt.
Vortrag:
Digital Journey im Service – vom Datensilo zum vernetzten Servicewissen
- Donnerstag, 24. September 2026
- 13:20 - 13:50 Uhr
- Empolis Exchange AI Days 2026, Kaiserslautern ↗
- Johanna Jürgens, Digital Excellence Specialist und Projektleiterin bei Reflex Winkelmann & Elmar Baumgart, Head of Solutions und CTO bei T3
Johanna Jürgens
Digital Excellence Specialist, Reflex Winkelmann GmbH
Die Digital Excellence Specialist bei Reflex Winkelmann verantwortet als Projektleiterin die Einführung von Empolis Industrial Knowledge. Seit vielen Jahren bewegt sie sich im Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Fachbereichen und IT – um gemeinsam digitale Lösungen auf den Weg zu bringen, die Kolleginnen und Kollegen im Alltag spürbar entlasten und ihnen die Arbeit einfacher machen. Die Einführung von Empolis ist dafür ein sehr gutes Beispiel.
Elmar Baumgart
Head of Solutions & CTO bei T3 GmbH
Der Diplom-Informatiker bringt seit 1996 seine Expertise für semantisches Informationsmanagement, KI-basierte Informationsplattformen und unternehmensweite semantische Modelle bei der T3 GmbH ein. Als CTO leitet er die Systemintegration bei Kunden, basierend auf den Best-in-Class Produkten der Systempartner – so auch die Systemeinführung und Systemintegration im vorgestellten Projekt für Reflex Winkelmann.
Erleben Sie in der Live-Demo, wie Reflex Know im Servicekontext funktioniert – vom zentralen Wissenszugang über verknüpfte Informationen bis zur Weiterentwicklung in Richtung Wissensmanagement und GenAI-Assistant.
Über die Empolis Exchange AI Days 2026
Die Empolis Exchange AI Days bringen Industrieunternehmen, Fachanwenderinnen und Fachanwender sowie Technologie- und Umsetzungspartner zusammen, die Wissen, Daten und KI produktiv in industrielle Prozesse bringen wollen. Als Empolis-Partner nutzt T3 die Veranstaltung, um gemeinsam mit Reflex Winkelmann einen Best-Practice-Einblick in die Umsetzung von Industrial Knowledge im Service zu geben: Empolis Industrial Knowledge bildet die technologische Basis, T3 macht daraus mit Beratung, Knowledge Engineering, Systemintegration und Projektmanagement eine produktive Wissensinfrastruktur für den Servicealltag.
Sprechen Sie mit T3 über Ihren Service Knowledge Hub
Sie möchten Servicewissen, Technische Dokumentation, Produktdaten und Ersatzteilinformationen nicht nur sammeln, sondern im Arbeitsprozess nutzbar machen? T3 unterstützt Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau dabei, aus fachlichen Anforderungen, vorhandenen Datenquellen und passenden Technologien eine produktive Wissensinfrastruktur aufzubauen – von Analyse und Zielbild über Knowledge Engineering und Systemintegration bis zu Rollout, Enablement und Betrieb.
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie ein AI-ready Service Knowledge Hub für Ihre Serviceorganisation aussehen kann. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch oder eine persönliche Live-Demo:
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T3 bringt technisches Wissen in den Arbeitsprozess – vernetzt, strukturiert und KI-basiert. Als Lösungsanbieter für Industrial Knowledge & Information Management im Maschinen- und Anlagenbau baut T3 produktiv nutzbare Wissensinfrastrukturen für konkrete industrielle Anwendungsfälle.